Bereits in den 1930er Jahren entzündeten die Breisacher Narren während der traditionellen Verkündung des alljährlichen Fastnachtsmottos am 11.11. auf dem Eckartsberg Fackeln und trugen sie in einem Umzug vom Eckartsberg in die Stadt. Als die Fastnachtseröffnung nicht mehr auf dem Eckartsberg stattfand, geriet in der Folge das Entzünden von Fackeln mit anschließendem Zug in die Stadt in Vergessenheit.

Erst am „Schmutzigen Donnerstag“ 2007 belebte der damalige Zunftmeister Wilfried Meyer das Entzünden einer Flamme als Auftakt für die närrischen Tage in modifizierter Form neu.

Ein mit der Breisacher Fastnacht viele Jahre eng verbundener und von der Narrenzunft für würdig befundener Narr entzündet das sogenannte „Fasentslicht“, das während der gesamten Kampagne brennt. Michael Mros war der erste, dem diese Ehre zuteilwurde. 

Seit 2007 wird jedes Jahr ein neuer „Fasentslichtträger“ berufen, der am „Schmutzigen Donnerstag“ das „Fasentslicht“ ehrenvoll entzündet, in die Stadt trägt, es behütet und bewacht, um es am Ende der närrischen Tage, also bei der „Fastnachtsverbrennung“ am Fastnachtsdienstag, feierlich zu löschen.

Seit 2012 erstrahlt das „Fasentslicht“ in einer speziellen, sehenswerten Laterne, von Karl Falkner künstlerisch entworfen und von Theo Fleig meisterlich gefertigt. Bis heute wurden 13 „Fasentslichtträger“ benannt, die sich mittlerweile als eigene Gruppe formiert haben, mit spezieller Kleidung (Schwarzer Frack, Zylinder, spezieller Schal, weiße Handschuhe), einem besonderen Orden mit individueller Namensgravur, einem eigenen Narrenruf und sogar mit einem eigenen Lied, dessen Text der Lichtträger Ingolf Rudmann-Janson 2013 verfasst hat. 

Die erste Zeile des Textes beschreibt passend die Intention des „Fasentslichtes“: 

„Über den Dächern von Breisach leuchtet nun hell und klar, als ein Symbol der Fastnacht, das Licht der Narrenschar ...“

Namensliste der „Fasentslichtträger“ 

in chronologischer Reihenfolge:

2007    Michael Mros
2008    Erhard Bucher
2009    Karl-Heinz Bertsch
2010    Jürgen Dellenbach
2011    Urban Lamprecht
2012    Johann „Schangi“ Traber
2013    Ingolf Rudmann-Janson
2014    Freddo Dewaldt
2015    Kurt Gutmann
2016    Hans-Peter Geppert
2017    Michael Brand
2018    Michael Mros
2019    Klaus Stadelbacher
2020    Andreas Geyler
2021    (digital)  Michael Mros