Das Gaukler-Lied oder "De Brisacher Narre-Marsch"
| 1) | Lasset fahren Sorg‘ und Leid, bis der Gock'l ‚Fasten‘ schreit. Breisachs Narren leben heut, in der alten Fröhlichkeit. Gauklerei'n, Kesslerei'n, sollen aller Losung sein, Minnespiel, Minnesang, lieben wir beim Becherklang. | 3) | Gauklertreiben lieben wir, schon seit alten Zeiten hier, Freuen soll sich jedes Herz, heut‘ an unserm Narrenscherz. Gauklerblut niemals ruht, gibt uns kühnen Wagemut. Lebenslust, Lebenskraft, schöpfen wir aus Rebensaft. |
| REF.) | Ja wir sind die Gauklerbande, von dem schönen Rheinestrande, Schmeksch dr‘ Brägl jetzt? Hallo! Schmecksch dr‘ Brägl jetzt? Ja wir sind die Gauklerbande, von dem schönen Rheinestrande, Schmeksch dr‘ Brägl jetzt? Aijo! Aijo! | 4) | Immer lustig Gauklerkind, dreh im Reig'n dich geschwind. Schlürf den Freudenbecher aus, eh' du gehst froh nach Haus‘. Schimpfen wird niemand dich, auch die Alten freuen sich. Alles surrt, alles schnurrt, alles lacht, wenn einer murrt. |
| 2) | Frohsinn stirbt bei uns nicht aus, denn wir sind am Rhein zuhaus‘. Und solang uns schmeckt der Wein, wollen wir auch närrisch sein. Wer gern scherzt, wer gern lacht, wem Humor noch Freude macht, säume nicht, stell‘ sich ein, bei dem Gauklervolk am Rhein. | 5) | Freund! Es lebe der Humor, drum sei lustig und kein Tor! Jeder rüst' was er vermag, in Breisach auf den Gauklertag. Stadt am Rhein, schmück‘ dich fein, für das Fest der Narretei‘n, Gauklertum bringt dir Ruhm, fröhlich singen wir darum: |
Den Text des Breisacher Narren-Marsches schrieb im Herbst 1927 das Gründungsmitglied der Narrenzunft Breisach und spätere Bürgermeister Josef Bueb, genannt "Europa-Sepp". Josef Bueb starb im Oktober 1974.



